KUNSTSOMMER auf Burg Wertheim – 2. Ausstellung: „Entsprungen – Arising“
Ab dem 13. August eröffnet im Neuen Archiv die Gruppenschau „Entsprungen – Arising“. Sie widmet sich den Illustrationen des französischen Künstlers Gustave Doré. Dieser gestaltete im 19. Jahrhundert die monumentale Bibelausgabe „La Grande Bible de Tours“. Drei spezifische Motive stehen im Zentrum der heutigen Auseinandersetzung: Judith und Holofernes, der Turmbau zu Babel sowie die Arche Noah (unser Bild: Julia Murakami -Kate enthauptet Holofernes – 2010).
Axel Schöber initiierte einen Aufruf an Kunstvereine zur Neuinterpretation dieser Lithografien. 45 Künstler reichten Entwürfe ein. Gemeinsam mit Professor Gerhard Kilger erfolgte die Auswahl der Teilnehmer. Kilger, Physiker und Lithografie-Experte, leitete langjährig die DASA in Dortmund und erhielt 2023 den Senefelder-Preises. Seine Expertise floss maßgeblich in die Zusammenstellung der hochkarätigen Exponate ein.
Über 20 Kunstschaffende aus dem In- und Ausland beteiligen sich an der Ausstellung. Die Auswahl umfasst regionale sowie internationale Positionen und nutzt diverse Medien. Malerei, Skulptur, Lithografie, Drucke und Sound-Installationen stehen im Dialog miteinander. Diese Vielfalt ermöglicht einen multiperspektivischen Blick auf die historischen Erzählungen und übersetzt biblische Stoffe in die Gegenwart.
Figurative Werke im historischen Ambiente
Die Galerie Art Isotope, im Jahr 2000 gegründet, hat sich auf figurative und gegenständliche Kunst spezialisiert. Axel Schöber realisierte bisher über 100 Ausstellungen und vertrat seine Künstler auf zahlreichen Messen. Mit dem diesjährigen Doppelprogramm auf Burg Wertheim setzt die Galerie ein deutliches Signal für die Bedeutung zeitgenössischer Kunst im ländlichen Raum und stärkt das regionale Kulturprofil.
Die Termine im Überblick: „Stilles Leben“ läuft vom 20. Juni bis 2. August, gefolgt von „Entsprungen – Arising“ vom 13. August bis 27. September 2026. Veranstaltungsort ist das Neue Archiv in der Schlossgasse 11. Weitere Details zum Rahmenprogramm und den Öffnungszeiten sind online unter www.art-isotope.de abrufbar. Der Kunstsommer schließt mit einer Dokumentation der gezeigten Positionen ab.