Flamenco-Nacht

„NOCHE FLAMENCA“

Die Feier des Augenblicks, Spontanität und überschäumende Emotionalität sind untrennbar mit ihm verbunden: Flamenco ist eine lebendige Kunstform, die ständig im Wandel ist. Die Künstler der Flamenco-Nacht am 17. Juli auf Burg Wertheim respektieren die Tradition und lassen den Einfluss der Moderne zu. Für viele Menschen steht der Flamenco synonym für die Musik Spaniens – dabei wurden dort die leidenschaftlichen und schmerzvollen Klänge lange Zeit ebenso abgelehnt wie ihre Urheber, die “Gitanos” genannten andalusischen Roma. Über Jahrhunderte hinweg wurden sie unterdrückt und verfolgt. Ihre Gefühle von Verzweiflung und Wut, aber auch überschäumender Lebensfreude, drückten sie zunächst allein im Gesang aus. Erst später gewannen Tanz und Gitarrenbegleitung an Bedeutung.

Das Publikum erlebt auf der Burg authentischen Flamenco mit Ileimn Ceciliano (Tanz), David Morán (Gesang), Diego Rocha (Gitarre) und David Bermúdez (Piano und Perkussion). Zwischen Tradition und Moderne präsentieren die Künstler der „Noche Flamenca“ den Flamenco in seiner Essenz: Ergreifend, schonungslos und leidenschaftlich. Von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt, begeistert der Tanz, der Gesang und die Musik des Flamenco inzwischen nicht nur Anhänger in Spanien, sondern Menschen auf der ganzen Welt.

Außerhalb Spaniens bringt man Flamenco vor allem mit Tanz in Verbindung. Für Spanier und ganz besonders für die Flamencos selbst aber, wie die Künstler und Liebhaber genannt werden, ist das Wichtigste der Gesang. Dieser “cante” ist eine raue, orientalisch anmutende Klage, die ursprünglich unbegleitet vorgetragen wurde.

Der Tanz, el baile, war lange Zeit allein Sache der Frauen. Er gewann vor allem in der Zeit der cafés cantantes von 1850 bis 1936 an Bedeutung, als diese speziellen Flamenco-Lokale populär wurden. Der Flamencotanz ist nicht völlig auf die rhythmische Fußtechnik zentriert. Wie beim Ballett oder bei orientalischen Tänzen ist beim Flamenco jeder Teil des Körpers beteiligt: Oberkörper, Arme, Hände, Finger, ja selbst die Blickrichtung ist wichtig. Vor allem die langsamen Passagen verlangen von einem Tänzer bzw. einer Tänzerin Ausdrucksstärke, um die Spannung aufrechtzuerhalten. Die vielgestaltige Abwechslung zwischen schnellen Zapateados und langsamen Passagen machen den Reiz und die Schönheit des Flamenco-Tanzes aus. Der baile flamenco ist ein bodenverhafteter Tanz, bei dem sich viele Impulse nach unten richten, im Gegensatz etwa zur typischen Ballettfigur, die extrovertiert ist und nach oben strebt.

Das Gitarrenspiel, el toque, ist für öffentliche Auftritte schon im 16. Jahrhundert nachweisbar. Bei ihren privaten Festen, juergas genannt, begleiteten sich die Gitanos aber nur mit den Mitteln des “son”, Tönen, die man mit dem Körper erzeugen kann: Man klatscht in die Hände, klopft den Rhythmus mit den Knöcheln auf einen Tisch oder unterstützt ihn mit Fingerschnalzen. Erst um 1850 begann sich die Begleitung auf der Gitarre durchzusetzen. Heute ist sie längst eine eigenständige und hochvirtuose Kunst.

Datum

17. Jul 2021

Uhrzeit

20:00

Preis

VVK 22 €, Abendkasse 25 €

Weitere Infos

Tickets

Anmerkungen

Bestuhlt

Ort

Burggraben
Kategorie

Veranstalter

Eigenbetrieb Burg Wertheim
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Öffnungszeiten

Burgrestaurant
Das Burgrestaurant hat wieder täglich für Sie geöffnet.

Burgruine
9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit
Eintritt: 2,– Euro

Weitere Infos unter:
Kontakt & Öffnungszeiten

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